Matchtelegramm: FC Gelterkinden – AC Rossoneri

 

Sportplatz: Wolfstiege

Zuschauer: 130

Schiedsrichter: Ciullo Michel (SR), Misini Jetmir (SRA) und Projic Josip (SRA)

Tore: 32. Hirschi 1:0, 63: Hirschi 2:0

 

FCG: Jodok Vogt; Sachithananthan, Grieder (20. Belser), Di Biase, Rauch; Burkhardt (62. Käser), Weitnauer, Ari, Shabani, Hirschi (74. Pierer); Waibel.

 

Rossoneri: Lapadula; David Tettey, Ledda, Presti, Türkylmaz (46. Braimi); Jonathan Tettey (60. Cümart), Rügge, Hashem, Özdemir, Colangelo; Stasi.

 

Bemerkungen: 77. Stasi verschiesst Foulelfmeter, Gelb-Rote Karte für Ari (81.), gelbe Karten für Ledda, Braimi, Stasi. Gelterkinden ohne Moser, Recher (nicht eingesetzt), Fiechter (gesperrt), Dalhäuser (krank), Ritter (abwesend), Donatiello (verletzt), Miesch und Fleury (Militär). Rossoneri ohne Severo, Syvayogarajah (nicht eingesetzt), Davide Branca, Gatti (gesperrt), Castillo, Alessandro Branca (abwesend), Mulas, Lo Presti, Gubser (verletzt).

 

Gelterkinden gewinnt umkämpftes Derby gegen Rossoneri mit 2:0

In einem über weite Strecken hektischen und vom Kampf geprägten Derby setzte sich der FC Gelterkinden gegen die AC Rossoneri letzten Endes nicht unverdient mit 2:0 durch. Die beiden Tore für die Heimmannschaft erzielte der junge Sven Hirschi. Bei der besten Chance der Gäste scheiterte Leandro Stasi mit seinem Penalty in der 77. Minute an Jodok Vogt.

 

Nach dem sowohl der FCG als auch die AC Rossoneri mit einem 1:1 in die Rückrunde startete, mussten sich beide Mannschaften bewusst sein, dass das anstehende Derby wegweisenden Charakter haben kann. Mit einem Sieg wären die Gäste aus Lausen bis auf vier Punkte an die Gelterkinder herangekommen und hätten so einen wichtigen Schritt aus der Abstiegszone machen können. Im Falle eines Sieges der Gelterkinder wuchs die Differenz zwischen den beiden Mannschaften auf 10 Punkte an. In der Startphase war es dann auch die AC Rossoneri, welche besser in die Partie fand. Gelterkinden schien mit der körperbetonten Spielweise der Gäste nicht gänzlich zu Recht zu kommen. In der 10. Minute hätte Leandro Stasi seine Farben in Front bringen können, optimal bedient von seinem Captain Kerim Özdemir umspielte der Rossoneri-Angreifer bereits FCG-Goalie Vogt, scheiterte dann jedoch am auf der Linie klärenden Toni Rauch. Gelterkinden hatte in der halben Stunde teilweise Mühe. Doch auch Rossoneri trat kaum gefährlich in Erscheinung. Erst danach fanden die Gelterkinder besser in die Partie. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Heimmannschaft in Führung ging. Nach einer schönen Flanke von Vahit Ari war es Sven Hirschi, welcher in seiner zweiten Partie fürs Gelterkinder Fanionteam sein erstes Tor erzielen konnte. Rossoneri schien in der Folge nicht auf diesen Gegentreffer reagieren zu können. Bis zur Pause war es primär der FCG, welcher für Gefahr sorgte. Da jedoch die beiden Freistösse von Ari und Ramadan Shabani das Tor verfehlten, blieb es bei der knappen 1:0-Führung.

 

Aufgrund der Bedeutung des Spiels durfte man gespannt sein, welche der beiden Mannschaften in der zweiten Halbzeit das Zepter übernahm. Es war vor allem die Mannschaft von Jonas Uebersax, welche eher das 2:0 suchte. Rossoneri konnte kaum für Gefahr sorgen und sah sich vermehrt mit Defensivaufgaben konfrontiert. Die meist hohen Anspiele auf die einzige Sturmspitze Stasi waren zu selten erfolgreich. In der 53. Minute hätte dann Lukas Burkhardt das Skore auf 2:0 erhöhen müssen, freistehend vor dem Tor verfehlte jedoch sein Schuss das Gehäuse von Rossoneri-Goalie Lapadula. Besser machte es erneut der junge Hirschi in der 63. Minute, nach drei gewonnenen Zweikämpfen im Mittelfeld kam Hirschi an den Ball und schoss souverän zum 2:0 ein. Das Tor verdeutlichte, dass der FCG im Mittelfeld die Hoheit innehatte und die meisten Zweikämpfe gewonnen wurden. Mit diesem Tor kehrten auch die Emotionen zurück auf den Platz. Rossoneri forcierte nun vermehrt die Offensive und drang die Heimmannschaft in die Verteidigung. Zu einer umstrittenen Situation kam es in der 77. Minute, als der zunehmend überforderte Schiedsrichter nach einem Eckball und einer Faustabwehr von Goalie Vogt auf den Penaltypunkt zeigte. Leandro Stasi scheiterte mit seinem Penalty jedoch am glänzend reagierenden FCG-Hüter. Nicht auszumalen, welche Dramatik sich entwickelt hätte, wenn Stasi den Elfmeter verwertet hätte. Dennoch hatte es die Schlussphase in sich. Ari sah für in der 82. Minute die gelb-rote Karte, wobei der Unparteiische bei dieser Aktion wenig Fingerspitzengefühl zeigte. Trotz numerischer Überzahl schafften es die Gäste aus Lausen nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Rossoneri fand während der gesamten Partie kaum Mittel, für Gefahr zu sorgen.

 

Letztendlich siegte der FCG nicht unverdient. Den zahlreichen Zuschauern bot sich jedoch kein Fussball-Leckerbissen, sondern primär ein vom Kampf geprägtes Derby, bei welchem die Gelterkinden insbesondere im Mittelfeld die entscheidenden Zweikämpfe gewann. Mit diesem Sieg kann die Mannschaft von Jonas Uebersax die Differenz zu den Abstiegsrängen weiter ausbauen. Auf der anderen Seite verpasste es die Equipe von Alessandro Roberti, die gute Leistung von der Startpartie gegen Dardania zu bestätigen und weitere Punkte gegen den drohenden Abstieg zu erzielen.  


25.03.2017/Michael Ritter