Nach drei Vollerfolgen in der Meisterschaft in Serie, lernt der FC Gelterkinden im Basler Cup wieder das Gefühl der Niederlage kennen. Keineswegs zwingend verliert Roger Schreibers Team gegen Pratteln mit 0:1. Obwohl die letzte halbe Stunde ein einziger Gelterkinder Sturmlauf ist, kann der frühe Gegentreffer nicht mehr egalisiert werden.

Nach einer eher ausgeglichenen ersten Hälfte, in der die Gastgeber mit ihrer ersten Chance bereits nach sechs Spielminuten in Führung gingen (Findik profitiert von einer ungenügenden Abwehr der Gelterkinder Defensive), startet der FC Pratteln besser in die 2. Halbzeit und setzt in den ersten zehn Minuten einige Akzente. Doch noch bevor eine Stunde der Partie absolviert ist, übernimmt der Gast aus dem oberen Baselbiet endgültig das Zepter und setzt den Gegner gehörig unter Druck. Angeführt von einem bärenstarken Qefser Ahmeti, den Prattelns Hintermannschaft in keiner Phase in den Griff bekommt, lancieren die Gelterkinder einen Angriff nach dem anderen. Doch so sehr sie sich auch bemühen, etwas Zählbares will ihnen einfach nicht gelingen. Die beste und in den zweiten 45 Minuten einzige wirklich hochkarätige Chance vergibt Innenverteidiger Di Biase im Anschluss an einen zu kurz abgewehrten Eckball. Gegen Ende des Spiels werden die Angriffe dann immer hektischer und ungenauer, so dass auch Pratteln gegen die entblösste Gästeabwehr wiederum zu einigen Konterchancen kommt, ohne seinerseits die Entscheidung herbeiführen zu können.

Letzte Chance durch den besten Gelterkinder

Als Ahmeti in der 89. Minute aus durchaus aussichtsreicher Position seinen Flachschuss um Zentimeter am Pfosten von Steiningers Gehäuse vorbei streichen sieht, ist die Niederlage und das gleichzeitige Ausscheiden aus dem Cupwettbewerb Tatsache. Eine – wie man so (un)schön sagt – unnötige Niederlage…

Die beiden Teams aus dem Mittelfeld der 2. Liga-Tabelle zeigen an diesem verregneten Abend ein Spiel, das geprägt ist von vielen (zum Teil auch unsauber geführten) Zweikämpfen. Prattelns Spiel ist geradliniger angelegt. Der Ball wird jeweils schnell und steil in die Spitze gespielt, wo immer die flinken Findik und Stefanelli gesucht werden, diese dann aber oft in Gelterkindens Abseitsfalle tappen. Roger Schreibers Mannschaft versucht, mit einem gepflegten Spielaufbau und vielen Anspielstationen die Flügelspieler Ahmeti und Burckhardt (später Schreiber) in Szene zu setzen und so zum Erfolg zu kommen. Schlussendlich schei-tern aber beide Mannschaften mit ihrem Spielstil an der Ungenauigkeit im letzten Drittel des Spielfeldes, so dass die Zuschauer in der ersten Halbzeit – neben dem Führungstreffer der Pratteler – nur je eine Möglichkeit zu sehen bekommen: Findik scheitert am glänzend reagierenden Vogt (38.), Fiechter sieht seinen Abschluss (40.) aus zehn, zwölf Metern von einem Verteidiger in extremis zunichte gemacht.

Am Ende muss konstatiert werden, dass das Ende der Cupkampagne 2018/2019 des FC Gelterkinden keineswegs zwingend ist und es durchaus im Bereich des Möglichen war, erneut das Halbfinale zu erreichen. Nun gilt es, sich wieder auf die Meisterschaft zu konzentrieren und möglichst bald (vielleicht schon mit einem weiteren „Dreier“ am kommenden Wochenende gegen den Zweitletzten Amicitia Riehen) den Klassenerhalt zu sichern.

Heinz Degen, Gelterkinden

Matchtelegramm. Basler Cup, Viertelfinal: FC Pratteln – FC Gelterkinden 1:0 (1:0)

Sportplatz: Sandgrube, Pratteln. Zuschauer: 80. Schiedsrichter: Patrick Scheck. Assistenten: Hakan Ecer, Zoran Stevano-vic. Tor: 6. Findik 1:0

Pratteln: Steininger; Atanasovski, Mulabdic, Haugg, Costanzo; Basic (67. Spinella), Minni; Costa da Silva, Findik (76. Lepaja), Osmani (67. Ndiaye); Stefanelli.

Gelterkinden: Vogt; Tschopp, Di Biase, Dalhäuser, Rauch (85. Fleury); Fiechter, Ari; Ahmeti, Restieri, Burckhardt (60. Schreiber); Stricker (60. Waibel).

Bemerkungen: Gelterkinden ohne Belser, Käser (beide nicht eingesetzt), Pierer (gesperrt), Rickenbacher, Weitnauer (beide verletzt), Meier (Militär), Schmidli (krank), Saladin (Schule). Verwarnungen für Pratteln: Basic, Stefanelli (beide wegen Foulspiels), Steininger (Zeitspiel). 90. Platzverweis Ndiaye (grobes Foul). Verwarnungen für Gelterkinden: Di Biase und Fiechter (beide wegen Foulspiels).

 

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