FC Gelterkinden (3. Liga) – FFV Basel (2. Liga) 1:3 (1:1)
Anpfiff: 14.6.2026, 15:30 Uhr
Ort: Rankhof, Basel

Bereits zum zweiten Mal in Folge standen die FCG-Frauen im Basler Cupfinal. Nachdem man sich im vergangenen Jahr dem FC Concordia Basel schlussendlich doch deutlich geschlagen geben musste, reiste das Team mit viel Selbstvertrauen und einer starken Saisonleistung im Rücken zum Saisonhöhepunkt nach Basel. Mit dem FFV Basel wartete zwar ein höherklassiger Gegner, doch die Gelterkinderinnen waren fest entschlossen, den Pokal dieses Jahr ins Oberbaselbiet zu holen.

Trainer Patrick Schaub und sein Trainerteam konnten an diesem Sonntagnachmittag aus dem Vollen schöpfen. Wichtige Teamstützen wie Captain Michelle Hunziker, Alyssa Michel und Elodie Schaub waren rechtzeitig zum Finale von ihren Verletzungen zurückgekehrt und einsatzbereit.

Vor über 150 mitgereisten FCG-Fans (Quelle «Handglänk mol Pi») startete der FCG engagiert in die Partie. Man trat dominant auf, führte die Zweikämpfe aggressiv und liess den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen. Folgerichtig gehörten die ersten Chancen dem FCG: Alessia Bürgin (7.) und Elodie Schaub (11.) sorgten früh für Gefahr vor dem Basler Tor.

Erst nach einer Viertelstunde kam auch der FFV Basel zu seinem ersten Abschluss, doch Torhüterin Linde Smeenk war mit einer starken Parade zur Stelle. In einer insgesamt ausgeglichenen Phase standen beide Teams kompakt und gingen nur wenig Risiko ein. Die Basler Defensive bekundete jedoch immer wieder Mühe mit der pfeilschnellen Elodie Schaub. In der 19. Minute setzte sie sich auf der linken Seite durch, scheiterte aber an der aufmerksam reagierenden Torhüterin.

Spätestens jetzt war klar: Der FFV Basel war an diesem Tag zu packen. Immer wieder setzte Gelterkinden offensive Akzente und kam dem Führungstreffer näher. In der 36. Minute zog Elodie Schaub erneut an ihrer Gegenspielerin vorbei, legte sich den Ball jedoch einen Tick zu weit vor und scheiterte wiederum an der herauseilenden Torfrau.

Turbulente Schlussphase der ersten Halbzeit

Dann der Dämpfer kurz vor der Pause: In der 39. Minute brachte Mawuena Nomenyo den FFV Basel mit einem satten Distanzschuss etwas entgegen dem Spielverlauf mit 0:1in Führung. Die Antwort des FCG liess jedoch nicht lange auf sich warten. Direkt nach dem Wiederanspiel erarbeiteten sich die Gelterkinderinnen einen Eckball. Elodie Schaub brachte diesen scharf zur Mitte, wo Jeannine Liffert per Kopf wuchtig zum verdienten 1:1-Ausgleich traf. Eine starke Reaktion und ein wichtiges Zeichen unmittelbar vor dem Pausenpfiff.

Die hohen Temperaturen machten beiden Teams zu schaffen, weshalb das Trainerteam die Kräfte gezielt einteilen musste. Nach dem Seitenwechsel blieben mit Karin Mohler, Elodie Schaub, Michelle Hunziker und Alessia Bürgin zunächst einige wichtige Leistungsträgerinnen auf der Bank.

Der FFV Basel kam deutlich besser aus der Kabine und übernahm in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit die Kontrolle. Gelterkinden war nun vor allem in der Defensive gefordert. Beeindruckend, mit welcher Leidenschaft und Geschlossenheit sich das Team gegen die Basler Angriffswellen stemmte. Besonders die Innenverteidigerinnen Alyssa Michel und Jasmine Köpfli verhinderten mit grossem Einsatz mehrfach gefährliche Abschlüsse. Gleichzeitig fehlte dem FCG in dieser Phase die Entlastung nach vorne.

In der 57. Minute fiel schliesslich der erneute Führungstreffer für die Baslerinnen. Nach einem Eckball kam Seline Röthlisberger im Strafraum zum Abschluss und erzielte das 2:1. Der FFV Basel nutzte nun seine stärkste Phase konsequent aus. Nur sieben Minuten später erhöhte Yvonne Mathis mit einem sehenswerten Lupfer auf 3:1 und stellte die Weichen auf Sieg.

Der FCG konnte in der Schlussphase nicht mehr reagieren

Die Oberbaselbieterinnen versuchten mit frischen Kräften nochmals neue Impulse zu setzen und sich zurück in die Partie zu kämpfen. Doch die Baslerinnen liessen in dieser Phase ihre Klasse aufblitzen und kontrollierten das Spielgeschehen. Zwar stemmte sich der FCG weiterhin gegen die drohende Niederlage, doch die Kräfte schwanden zusehends.

Nach 90 Minuten musste man dem FFV Basel schliesslich zum Cupsieg gratulieren. Die Enttäuschung auf dem Platz und auf den Rängen war verständlicherweise gross. Im Gegensatz zum Vorjahr war Gelterkinden diesmal ganz nah an der Überraschung. Über weite Strecken der Partie waren die FCG-Frauen das bessere Team. Letztlich machten wenige starke Minuten der Baslerinnen unmittelbar nach der Pause den Unterschied aus.

Auch wenn der Pokal erneut nicht den Weg ins Oberbaselbiet fand, dürfen die FCG-Frauen stolz auf ihre Leistung sein. Mit dem zweiten Cupfinaleinzug in Folge und einer beherzten Vorstellung gegen einen höherklassigen Gegner haben sie die Farben des FC Gelterkinden einmal mehr mit viel Leidenschaft, Herzblut und sportlichem Können vertreten und Vereinsgeschichte geschrieben!

Man darf gespannt sein, welche Erfolgsgeschichten dieses Team in den kommenden Jahren noch schreiben wird.

Text: Marco Erny
Bilder: Cornelia Hänggi

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